DW EKD und EED gehen in neuem Werk auf: EWDE

Das Diakonische Werk der EKD mit Sitz in Stuttgart (mit den Arbeitsbereichen Bundesverband und Brot für die Welt) und der Evangelische Entwicklungsdienst mit Sitz in Bonn sind jetzt rückwirkend zum 1.1.2012 zum Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. (EWDE) verschmolzen worden. Im Laufe des Oktober findet der Umzug nach Berlin statt. Das neue Domizil liegt am Berliner Nordbahnhof. Der Umzug bringt für die meisten der rund 600 Arbeitnehmer erhebliche Nachteile mit sich. Um diese zu mildern ist ein Sozialplan geschaffen worden, der gut dotierte Hilfen bietet. Dieser Sozialplan ist vor allem deshalb gut ausgestattet, weil die Arbeitnehmer erheblichen Druck aufgebaut haben. Für den Fall, dass es den Mitarbeitervertretungen nicht gelingt, einen angemessenen Sozialplan auszuhandeln, haben sich darauf vorbereitet einen Sozialplan durch einen Tarifvertrag zu erkämpfen. Um die dafür erforderliche Streikfähigkeit zu erreichen, haben sich z.B. im  EED deutlich über 50% der Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert.

Die Zukunft des neuen Werkes wird von finanziellen Problemen beschattet. Das Diakonische Werk hat in den vergangenen Jahren jährlich über 2 Mio. Euro Verlust gemacht. Kritiker der befürchten jetzt, dass die Anpassungsmaßnahmen einseitig zu Lasten des Bundesverbandes gehen. Sie vermuten dahinter die strategische Absicht, die sozialanwaltliche Funktion des Bundesverbandes einzuschränken und den Bundesverband an die politische Linie des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) anzupassen.