VG Köln: Ruhen der Approbation eines Arztes nur bei konkretisiertem Verdacht einer gravierenden Straftat

An den strafrechtlichen Vorwurf im Rahmen der Überprüfung der Ruhensanordnung der Approbation sind strenge Anforderungen zu stellen. Die Straftat, derer der Arzt verdächtigt wird, muss vom Deliktscharakter, von der Begehungsweise oder von den Tatfolgen her gravierend sein. Ferner muss der Verdacht sich bereits so konkretisiert haben, dass von einer sehr hohen bzw. erheblichen Wahrscheinlichkeit einer strafgerichtlichen Verurteilung des Arztes ausgegangen werden kann.

 

VG Köln, Beschluss vom 06.09.2012 - 7 L 1088/12